{Hilfe, ein Häkeldiplom}

Ihr habt es gelesen? Nein? Dann hier der Artikel bei Brigitte.mobil:

"Hilfe, ein Häkeldiplom!" Oder warum der DIY-Trend ein Ende haben muss

Dass sie die Einzige ist, die Schminktäschchen, Mützen und Strampler nicht selbst bastelt, nervt Heide Fuhljahn. Warum der DIY-Trend für sie ein Abgesang auf den Feminismus und eine narzisstische Dauerbelästigung ist, sagt sie in unserer Leserkolumne "Stimmen".

Heide Fuhljahn, 40, ist Journalistin. Schon als Schulkind fand sie Handarbeiten langweilig und setze durch, dass sie als erstes Mädchen am Werkunterricht teilnehmen durfte. 2013 erschien ihr Brigitte-Buch "Kalt erwischt" über Depressionen. Aus diesem liest sie regelmäßig in Krankenhäusern und Bildungswerken.
Was ist schon ein herausoperierter Tumor gegen ein selbst genähtes Täschchen? Mit außen roten Kirschen, innen grünweiß kariert? Süß, oder? Echt süß! Meine Freundin Alex bekam zum Geburtstag sieben solcher Taschen. Obwohl sie nur Wimperntusche benutzt und ausgebildete Schneiderin ist. Das sind die Schenkenden leider nicht. Doch genau deswegen liegen Handarbeiten von Laien, cooler DIY, so was von im Trend. Strickanleitungen auf Youtube, stetig sprossende Blogs; sogar die BRIGITTE Woman präsentierte Anfang 2014 auf sechs Seiten Frauen mit ihren Bastelhobbys. Ein Zitat: "Beim Häkeln bin ich tiefenentspannt." Prima, könnte man jetzt sagen. Macht nach Feierabend, was ihr wollt. Frauen haben freie Zeit, ein feministischer Wert. Tja, wäre es so simpel, wäre diese Kolumne jetzt am Ende.
Doch die alpakaweiche Bewegung tritt die Gleichberechtigung ins Knie. Denn all die Blogs und Artikel und Prodüktchen, sie bedienen abwertende Mädchen-Klischees. Meist in Pastellfarben gestaltet, mit Mustern aus den 70ern. Dazu Schreibschrift und Schnörkel. Im Blog-Titel Worte wie Fräulein, Feen, Zauber und Seele; im Online-Shop das Versprechen, alles wurde "mit ganz viel Liebe hergestellt". Im Zentrum: das traute Heim. Gefühlsduselei, mangelnde Fähigkeit zur Abstraktion, Hausfrauen-Kleinklein, wenig Wissen: Das wurde Frauen, als sie noch darum kämpfen mussten, Wissenschafterlinnen zu werden, vorgehalten. Heute definieren sie sich stolz über Babyfotos und mit Äpfeln bedruckte Geschirrhandtücher: Loriots Jodeldiplom.
Basteln wird oft als Freizeitfreude betitelt, dabei möchten die meisten, seien wir ehrlich, gern davon leben, siehe dawanda.de und Co. Heute könnten Frauen Pilotin werden oder Verlegerin - aber das ist ja so anstrengend! Da muss man jahrelang lernen, durch Prüfungen fallen, sich aufrappeln, konkurrieren, Kompromisse machen, Frust aushalten - und wozu? Damit man sich eingestehen muss, leider keine bedeutende Künstlerin zu sein? Wenn ich das Grundstudium verkacke, lobt mich keiner. Wenn ich als weltbeste Zehnkämpferin fitter bin als die Profifußballer, interessiert es aber auch fast niemanden. Wie nur den Drang nach Publikum stillen? In einer Gesellschaft, die den Boulevard und das Proletariat feiert, wäre es richtig dumm, keine DIY-Queen zu werden, oder? So entstehen überall Wollmäuse.
Liberal gemeint könnte ich erneut sagen: Wie es euch gefällt. Doch da ist noch der mit dem Boom einhergehende Narzissmus. Es ist AD, ohne H, aber mit S. Das Wesen von Narzissten liegt darin, von der Umgebung konstant Bestätigung abzuschlürfen. Dabei geht es den Heimwerkerinnen nur begrenzt darum, Babysöckchen zu stricken oder "die weltbeste" Schokoladentarte zu backen (was Oma früher nebenbei erledigt hat). Die Taube in ihrer Hand ist die Aufmerksamkeit, mit der andere Frauchen und viele Medien sie pampern. Leider ist diese Trend-Welle so mächtig, dass auch ich mit Infos über Maulbeerseide und Klebedeko niedergeklöppelt werde. Obwohl ich (scheinbar) nur seriöse Medien lese und keinen Mutti-Blog abonniere. Da das nicht genügt, baue ich hiermit eine Mole, auf der steht: Bastelt gern, vor allem für euch. Aber lasst mich in Ruhe mit eurem selbstverliebten Pipikram!
Leider sind narzisstische Frauen sehr manipulativ. Da wird das Kind vorgeschoben, um das von Mama genähte Kleidchen zu präsentieren. Da wird kokettiert, dass alles "ganz einfach" ist - man kann sich ja trotzdem als Expertin fühlen. Um sich Designerin zu nennen, braucht man kein Studium, Kunst-Leistungskurs reicht. Und überhaupt, Raumgestalterin, Grafikerin, Köchin, Fotografin, da kann frau nicht authentisch kreativ sein, sprich: sich ausleben. So huscht sie lieber ins Kämmerchen, wo jenseits der Haustür keine kluge Kolleginnen, gläserne Decken und Testosteron-Meetings lauern.
Kreativ-sein ist der neue vorgetäuschte Orgasmus - wenig Anstrengung, viel Bohei. Die Aufmerksamkeit scheint das zu kurz gekommene Kind-Ich zu befriedigen. Wenn mir die Tochter einer Freundin ihr Krickelkrackel zeigt, ("Guck, hab ICH gemacht!") lobe ich sie aufrichtig. Sie ist vier. Aber 35-Jährige? Die stöhnen, dass ihr Alltag soooo stressig ist; im Job fehlt die Erfüllung, nachts der Schlaf. Auch müsste man viel mehr Zeit haben, um mit den Kids zu spielen. Und das mit den Näherinnen in Bangladesch, ganz, ganz schrecklich. Also posten die Gestressten: "Ich liebe meine neue Brille!".
Die weibliche Mittelschicht strebt offensichtlich nach einem Sinn, privat und beruflich. Früher hieß der: Cafébesitzerin, Yogalehrerin, Coach oder Heilpraktikerin. Heute: selbst gemacht. Die Frauen der Medienbranche bringen die richtige Qualifikation mit. Sie können Befindlichkeiten organisieren, wissen, wie man niedere Instinkte anspricht und ein überteuertes Produkt verkauft. Logischerweise folgen sie ihrer Berufswahl: Wo sonst erreicht man so viel Öffentlichkeit für so wenig Können? Jede Blondschleiche kommt ins Fernsehen, jede weiß, wie man sich vermarkten muss. Kinderbücher, Kochfibeln, Shows; Ratgeberin, Laien-Fotografin - dem muss kein Diplom oder Bewerbungsgespräch im Wege stehen! Alles ein bisschen vegan oder fair oder regional, schwupp, ist die Sinnfrage beantwortet.
Gleiche Rechte, Blogs, Artikel, Öffentlichkeitsarbeit - das könnten Grundlagen von Revolutionen sein. In Nordkorea, Saudi-Arabien, der Ukraine… In Deutschland schreiben meist Männer politische Blogs. Die aktive, unbequeme Gestaltung unserer Gesellschaft ist bei zu vielen Frauen out, ob es nun um ihre Freizeit, Rente oder die Bezahlung von Altenpflegerinnen geht. Das System lässt sich eh nicht ändern, und alles ist kompliziert. Diese Kriege überall, schlimm, schlimm.
Der Widerstand motzt jetzt: Die Welt ist nicht gerecht! Engagement und Leistung werden zu selten belohnt! Stimmt. Leider! Der zehntausendste Verbandswechsel - sich dafür im Klinikalltag aufreiben? Einen an Kinder dealenden Heroinhändler anklagen - dafür 50 Ordner lesen? Einen größeren Zusammenhang erkennen, genau deshalb kämpfen? Kann Vatti doch machen. Strickliesel liket derweilen eine Poetry-Slammerin, die an die Endlichkeit erinnert und macht sich dann auf den Weg zum Yoga-Bauch-Beine-Po.
Gerade weil es noch so viel zu erringen gibt, interessieren mich Frauen wie Dr. Anne Merkt. Die kennt kaum jemand. Obwohl die Psychologin, 29, nett aussieht und semi-professionell Mixed Martial Arts beherrscht. Am 27. September kämpfte sie in Hamburg. Im Käfig. Für die Papierfetischistinnen: Zu viel Schweiß, zu hart, zu gefährlich, zu unweiblich, zu extrem. Darüber diskutiere ich gern. Aber woher kann Anne wohl so gut für sich einstehen? Wie groß sind ihre Chancen gegen eine versuchte Vergewaltigung? Wird sie später dazu beitragen, dass Jobs frauenfreundlicher werden - wovon eure Töchter profitieren? Und was wäre passiert, wenn ihre Mutter sie nicht beim Ballett ab- und beim Ju-Jutsu angemeldet hätte?
Eine Kursbeschreibung des Wollfestes in Hamburg endete mit dem Satz: "Ihr werdet danach Frau über Schere und Wolle sein!" Liebe Mütter, sagt bitte nie über eure Tochter: "Die will ja nur Aufmerksamkeit." Guckt vorher mal ins Internet - dann seht ihr, wo das endet.

Hier könnt ihr  mehr über Heide Fuhljahn erfahren. Sie leidet unter Depressionen und hat darüber ein Buch geschrieben. Glückwunsch. Als Fakt zu mir: ich habe vor 10 Jahren in einem Blog begonnen, über das Krankheitsbild Depression zu schreiben und aufzurütteln. Frau Fuhljahn will mit dem obigen Artikel eines bewirken: Aufmerksamkeit erlangen! Das hat sie geschafft! Auch dazu Glückwunsch! Denn eigentlich sollte frau auf solche eigennützigen Angriffe nicht reagieren, aber wer kann sich das schon verkneifen? 

Also:


hier nun meine Gegendarstellung, die ich auch bei Brigitte gepostet habe:

RE: Häkeldiplom

Sehr geehrte Frau Fuhljahn,


mein Name ist Edith Handelsmann, ich bin Journalistin und Betroffene. Sehen Sie mich bitte in einer Selbsthilfegruppe von etwa 10.000 Frauen und ich stelle mich vor: ja, ich nähe, ja, ich häkele und ja, ich bin von der Sucht befallen! Ach ja, ich designe! Und ich bin keine Schneiderin! Ich fühle mich schuldig im Sinne Ihrer Anklage!

Abgesang auf den Feminismus nannten Sie in Ihren Artikel auf die DIY Welle, die sich seit einigen Jahren in Deutschland breit macht. Sie sehen eine Frau in einer lila Latzhose, die für den Feminismus gekämpft hat. Oh, nein, Missverständnis! Das bin nicht ich, ich trage nur schwarz. Ich denke da eher an die Dame, die für uns Frauen damals auf die Straße ging und für die Abtreibung demonstrierte! Ich bin Jahrgang 1961 und habe das live mitbekommen, Sie kennen das ja dann eher vom Hören-Sagen oder? Feminismus bedeutet für mich nicht , dass die Rechte einer Frau auf der Straße beginnen, sondern dass eine Frau als solche ihren Platz im Leben selbstbestimmt gefunden hat! Und Sie glauben tatsächlich, weil eine Nähmaschine oder eine Häkelnadel zu meinen täglichen Gebrauchsgegenständen gehört, bin ich keine selbstbestimmte Frau?

Haben Sie gesehen, als die Grünen häkelnd und strickend im Bundestag saßen und offensichtlich desinteressiert den Debatten gefolgt sind? Ach, was haben sich alle amüsiert, wenn Joshka Fischer auf dem Podest seine Illusionen kund tat. „Die sind sowieso bald wieder weg!“ Nee, sind und waren sie nicht! Sie stricken nicht mehr und tragen Anzüge, fahren dicke Autos und verpesten die Luft wie alle anderen auch. Ehrlich? Mir gefielen sie besser, als sie noch strickten!

Eine Frage hätte ich da mal persönlich an Sie: wo kaufen Sie Ihre Kleidung? Natürlich nur in den Shops, die fair gehandelte Stoffe verwenden! Schon klar! Haben Sie noch nie gesehen, wenn Kinder in der dritten Welt die Stoffe für unsere Bekleidung mit fiesen Chemikalien waschen und dabei keinen Schutz haben und maximal 30 Jahre alt werden! Schweres Thema. Ich kaufe bei dem Stoffdealer meines Vertrauens Biobaumwolle. Die wurde nicht in Deutschland hergestellt – ich weiß -, meist stammt sie aus der Türkei. Aber dort verdienen die Menschen einen fairen Lohn. Ja, und jetzt stellen Sie sich vor: aus diesen Stoffen nähe ich meine Bekleidung! Cool, oder? Die ist sogar maßgeschneidert! Ein Privileg, für das andere Menschen eine Menge Geld zahlen! Männer protzen mit ihren maßgeschneiderten Anzügen – ha, ich mache das selber, und zwar immer, wenn mir danach ist!

Wenn Ihre Freundin nicht auf Erdbeertäschchen steht, dann sollte frau ihr eventuell mal etwas schenken, was unter dem Thema Upcycling läuft. Denn eines haben Sie sicher noch nicht gesehen: wir – also die Schuldigen – upcyclen Dinge und Stoffe, die sonst im Müll landen! Dadurch sparen wir Ressourcen. Wir recyclen nicht nur Flaschen und Altpapier, nein, wir widmen uns auch anderen Dingen und machen uns ernsthaft Gedanken darüber, wie Wegwerfprodukte ein zweites sinnvolles Leben erhalten. Wir sind also gar nicht so dumm, wie Sie versuchen, uns darzustellen. Eine Häkelnadel und der Hang zu rosa Stoffen minimiert nämlich nicht den Intellekt einer Frau! Der Automatismus funktioniert so nicht. Mir kommt da auch ein wenig der Gedanke, ob nicht Neid Sie zu diesem Artikel beflügelt hat. Haben Sie nichts anderes zu tun, als auf Blogs zu gucken, was wir so treiben? Das Mitleid für Ihre Freundin in Ehren, freuen Sie sich doch, dass Sie sich nicht mit Erdbeertäschchen herumschlagen müssen. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass Sie sich freuen würden, wenn Sie Ihre alte Jeans super aufgepimpt als Tasche auf Ihrem Geburtstagstisch finden würden. 

Um zum Ende zu kommen: Ihr Engagement gegen die DIY Bewegung stimmt mich sehr nachdenklich. Wäre es nicht sinnvoller, Ihre Kraft als Journalistin für die Kinder in der dritten Welt einzusetzen, um uns übersatten Deutschen die Augen zu öffnen? Oder dafür zu kämpfen, dass Kleidung fair gehandelt wird? Und tun Sie mir bitte einen Gefallen: Wenn Sie tatsächlich mal etwas selbst gemachtes geschenkt bekommen, dann freuen Sie sich! Denn das ist mit Sicherheit tatsächlich mit viel Liebe hergestellt worden und der Schenkende hat sich Gedanken darüber gemacht, was Ihnen Freude machen würde.

Es grüßt
eine häkelnde und nähende
Frau H.



noch 2 persönliche Anmerkungen: ich hatte bereits im Jahr 1970 Werkunterricht und in Handarbeiten eine 4!
So, nun kommt ihr :-)
LG
Frau H.

Kommentare

  1. Ich bin gerade etwas platt und sprachlos! Und unterschreiben tu ich mal deine Aussage, voll und ganz. Über den Rest muss ich mir erst noch mal Gedanken machen.
    Gruß von der Maus

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  2. Oh Edith du sprichst mir aus der Seele, du hast es auf den Punkt getroffen, ich habe "Bewusst" nichts auf FB darüber geschrieben oder mich an Diskussionen über diesen Artikel beteiligt (obwohl es mir in den Fingern brannte :) ) weil ich genau wie du der Ansicht bin das die Dame damit nur Aufmerksamkeit möchte und dies mit so einem Artikel ja auch schafft. Ich denke Frau Fuhljahn hat noch ganz andere Probleme und das größte wird wohl der Neid auf andere sein die durch ihre "DIY" Arbeiten einfach nur mal ein Lobendes Wort oder vielleicht Anerkennung oder eben auch Geld erhalten. Bis zu diesem Artikel kannte ich diese Frau nicht (was ja auch nicht schlimm ist bei so einem Charakter) wie viele andere auch und genau das ist es wohl was sie "Fuchst" das SIE als Journalistin nicht beachtet wird aber eine DIY-Queen ihr die "Schau" stehlt.
    Also mein Fazit mich lässt sowas völlig kalt ich denke es gibt viel schlimmeres auf der Welt worüber man sich den Kopf zerbrechen kann und muss und Frau Fuhljahn sollte sich Gedanken machen womit sie wirkliche Aufmerksamkeit erlangen kann die dann auch richtig Geschätzt wird

    Liebe Grüße
    Birgit

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  3. Schön geschrieben Liebe Edith und Du sprichst mit Sicherheit den meisten von uns aus der Seele!!!

    Liebe Grüße
    Tanja

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  4. Liebe Edith !
    Beim Lesen des Artikel, der bisher zum Glück an mir vorbeigegangen ist, war ich erst wütend und dann sprachlos.
    Beim Lesen deiner Gegendarstellung voll deiner Meinung.
    Ich finde, jeder sollte glücklich sein, wenn er das machen kann, was er möchte.
    Ich nähe als Ausgleich zu meinen beiden Jobs, den zwei Kindern, Mann und Haus und allem Streß, der so im Alltag über mich hereinbricht. Und es macht mir wahnsinnig Spaß, das mit euch zu teilen und bei euch teilzuhaben.
    Und dann mache ich mir lieber Gedanken darüber, wie ich anderen helfen oder eine Freude machen kann, als darüber, was solche Leute irgendwo schreiben.
    LG Ellen
    P.S. Und je älter ich werde, desto pink und Glitzer. ;-)

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  5. Oh je, was für eine arme frustrierte Frau! Also über sowas kann ich mich ja gar nicht aufregen, bei mir erregt der Artikel vor allem Mitleid!

    Deine Gegendarstellung ist klasse, liebe Edith!

    Ich bin auch total selbstbestimmt kreativ und das schon immer! Bei uns in der Familie wurde schon immer viel selbst gemacht und ich fand das schon immer super. Ich habe sogar ein kreatives Handwerk gelernt, auf einer Berufsfachschule, zusammen mit vielen anderen Kreativen. Den kreativen Austausch und die gegenseitige Inspiration, die ich damals erlebt habe, habe ich nach der Ausbildung lange Zeit sehr vermisst. Erst seit ich blogge, erlebe ich dieses bereichernde Gefühl jetzt ständig und das genieße ich! Und ehrlich gesagt ist es mir wurscht, ob eine Frau Wer? das verstehen kann oder nicht! ;-)
    Offensichtlich ist der guten Frau auch entgangen, wieviel Energie und Engagement plötzlich in der Kreativ-Comunity freigesetzt wird, wenn es darum geht, schnell jemandem zu helfen, echt schade für sie!

    Liebe Grüße
    Biggi

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  6. Ich schliesse mich der Meinung von Biggi an - diese arme , frustrierte Frau.
    Deine Gegendarstellung unterschreibe ich voll, sie trifft es auf den Punkt!
    Liebe Gruesse
    Gaby

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  7. Hallo Frau H.,
    Ich kannte den Artikel auch noch nicht, war mitNähen beschäftigt;o)
    Ich hätte jetzt bei der Dame auch auf Neid getippt und Aufmerksamkeit wollen.
    Dein Gegenartikel, super.
    Liebe Grüße,
    Petra

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  8. Hallöchen,

    ich hab die letzten Abschnitte des Artikels leider nicht mehr lesen können. Das war mir dann doch zu arg negativ.... die Dame hat sich auskotzen müssen über irgendein Thema. Ich glaube fast, das hätte auch was anderes sein können.
    Ich muss sagen, es gibt überall schwarze Schafe, aber ich habe in noch keiner Community so viel Kreatives gesehen und so liebevolle Posts gelesen. Ich bin gern dabei.
    Deine Gegenargumentation ist übrigens sehr gelungen. Vielen Dank dafür, die habe ich bis zum Ende gelesen.

    Liebe Grüße
    Ramona

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  9. Hallo Frau H.
    Meine Meinung dazu ist:
    Ich dachte immer, das Feminismus bedeutet, das Frau tun kann was Frau tun will und nicht, das sie wie ein Mann wird.
    Also das sie Maschinenbau studieren kann (oder was auch immer)oder Hausfrau und Mutter wird(oder was auch immer)
    LG Annette

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  10. Liebe Frau H!
    Ich bin komplett deiner Meinung.......und die Frau Fuhljahn wirkt auf mich sehr frustrierend.
    Ist sie neidisch, keine selbst genähte Tasche zu haben die individuell auf sie zugeschnitten ist.........oder ist sie neidisch, weil sie "nur" schreiben kann.....und keine andere kreative Ader hat??? Ich weiß es nicht und es ist mir auch egal, denn ich fühle mich in meinem kreativen Leben....pudelwohl.
    Liebste Grüße
    Susan

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  11. Wie frustriert muss man eigentlich sein, um einen solchen Artikel zu schreiben? Gibt es im Leben von Frau F. überhaupt etwas Positives, etwas, über das sie sich wirklich freuen kann oder gibt es nur Frust und Neid? Offensichtlich hat sie noch nie die Erfahrung gemacht, wie bereichernd ein kreatives Leben ist.
    Deine Antwort spricht mir aus dem Herzen, sie trifft es auf den Punkt.
    LG
    Inge

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  12. Die Gegendarstellung spricht mir aus der Seele. Das hast du alles sehr treffend formuliert, ohne dich auf die Beleidigungsschiene zu begeben, die Frau Fuljahn in ihrem Artikel fährt. Klar, da fahren einem sofort 1000 Gedanken durch den Kopf, wenn man den Fuljahnschen Artikel (eine Glosse wohl) liest, als Selbermacher fühlt man sich schon scharf angegriffen... Wie du ja auch oben angemerkt hast: Warum einem so wenig wirklich durchdachten und blindlos um sich schlagenden Artikel so viel Aufmerksamkeit schenken? Nach einem kleinen Anflug von Ärger konnte ich nur noch den Kopf schütteln und habe mich dann lieber wieder ganz schnell anderen Dingen zugewandt ...

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  13. Eine wirklich treffende Gegendarstellung. Die kann ich so unterschreiben.
    Ich wusste gestern echt nicht, was ich von diesem Artikel halten soll.
    Danke dass dieses Thema auch qualitativ und strukturiert und sachlich besprochen werden kann.
    LG Jasmin

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  14. Danke, liebe Frau H., für diese gelungene Gegendarstellung. Mit hat es auch gerade die Sprache verschlagen. Auch bei uns gab es Werkunterricht, für Mädels genau so wie für die Jungs. Ich bin Wirtschaftsingenieurin und in einem "Männerberuf" tätig, trotzdem genieße ich es, in meiner Freizeit kreativ zu sein. Wenn die Dame meint, daß ich damit einen Schritt in die falsche Richtung gehe und anti-feminin bin ... so what, mir egal. Das zeigt nur ihren begrenzten Horizont. Und sie sollte sich vielleicht mal überlegen, warum sie Frauen, die gerne Nähen, Häkeln und Basteln diskriminiert. Ist es der Neid, der da durchkommt? Ich glaube schon ...

    In diesem Sinne, einen tollen und kreativen Abend an alle näh-, häkel- und strickwütigen Mädels dort draußen!

    LG, Annie

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  15. liebe frau h,
    jetzt siehst du mich hier sprachlos mit offenem mund sitzen! toll hast du das geschrieben. sehr gut! ich denke, die frau fuhljahn ist einfach irgendwie unglücklich weil sie NICHT so kreativ ist, wie wir alle....
    lg mickey

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  16. Ich finde, dass so viel Borniertheit der Frau F. keinen weiteren Kommentar verdient. Genauso hat sie deine echt gute Gegendarstellung nicht verdient.

    Liebe Grüße
    Uschi

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  17. Bei soviel Arroganz bin ich einfach nur entsetzt!

    Ich frage mich, mit welchem Recht diese Frau alle DIY-LiebhaberInnen über einen Kamm schert. Vielleicht sollte sie als Journalistin mal recherchieren, wie viele von uns von einem Shop, z.B. bei DaWanda leben können oder wie viele diesen nur als Ausgleich zum stressigen Beruf-in dem wir uns durchaus behaupten- betreiben.
    Unter sachlichem Journalismus verstehe ich was ganz anderes-als lehrer würde ich sagen: Thema verfehlt-setzen-sechs!

    Und Deine Gegendarstellung ist super und auf den Punkt genau!

    Liebe Grüße, Birgit

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  18. Suuuuper geschrieben! Gruß aus Zeeland.
    LG Claudi ♡

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  19. Liebe Frau H.,
    Bravo (in die Hände geklatscht) das sind wahre Worte.
    Ich habe den Artikel auch gelesen und gedacht "Ach lass sie reden" aber nachdem das solche Wellen schlägt bin ich froh über deine Antwort darauf, das spricht, glaub ich, allen Selbermachern aus der Seele.
    G.L.G.
    Jutta

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  20. Super geschrieben. Die Gegendarstellung natürlich. Zum Glück können wir alle eine eigene Meinung haben und zum Glück machen wir uns frei, vom Urteil anderer, ob etwas handgemachtes nun toll ist oder nicht. Denn die von uns beschenkten, oder wir selbst, haben einfach Spass dran und freuen sich. Das ist Lebensglück pur! Und super gegen alles, was runter zieht. Wir machen einfach weiter :-)

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  21. also ich musste bei dem artikel grad nur denken "oh mein gott - die arme frau - was hat die denn nur für probleme?!" offenscihtlich viele. sie sollte sich vielleicht mal überlegen mit nähen anzufangen um sich besser entspannen zu lernen ;) :) hihi. deine antwort ist super liebe frau h. :) lg sassi - auch voll geschädigt ;)

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  22. oh, echt unglaublich... ich bin ganz von den socken und überascht, war mir gar nicht bewusst das "wir" feinde haben... unter meinen freundinnen befindet sich eine einzige dame die sich auch absolut sperrt, inzwischen wohl eher aus prinzip als aus überzeugung... ihre tocher wünscht sich wie verrückt ein häkeldecke und die mama verweigert sich... das hat mich schon nerven gekostet weil meine versuche sie zu überzeugen nichts brachten... sitzen wir anderen beim häkelfrühstückskränzchen fröhlich zusammen, ist sie als einzige freundin nicht dabei, sie will nicht häkeln... sietzten wir am strand und häkeln, sitzt sie untätig mit einem schmollgesicht daneben und summt vor sich hin... ich verstehe es nicht... aber jeder ist seines glückes und seiner freuden schmied... UND deine antwort auf den artikel der brigitte-tante ist klasse und hat richtig schön biss, du hast alles gesagt, es bedarf da keiner weiteren worte... LG von der insel - heute grau in grau - mandy

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  23. Ich bin ganz bei dir! Und wenn ich dir jetzt sage, dass ich in der Schule nur "Technikunterricht" hatte und gar kein Handarbeiten. Ach. Und die beiden liebsten Männer in meinem Leben haben mit politischen und weltverändernden Blogs auch nichts am leben, dafür nähen und häkeln sie aber. Was sagt uns das jetzt nur?

    Liebe Grüße und mach genau so weiter wie du es tust
    Rebecca

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  24. Sehr gute Gegendarstellung. W.

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  25. Hallo Edith, kann dir nur voll zustimmen, sehr gut durchdachter und geschriebener Text. Ich bin übrigens Grafikerin (mit Studium [sic!]) in einem Verlag und handarbeite hobbymäßig in allen möglichen Techniken. Ganz einfach weil ich finde, dass es so viele spannende Dinge und Techniken gibt die man lernen kann und die nicht verloren gehen sollten. Daneben kann ich aber auch mit so Männerzeug wie Bohrmaschine, Stichsäge etc. umgehen.

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  26. Vielen Dank für deine Gegendarstellung.

    Hat die Dame schon einmal etwas von Toleranz gehört? Ich akzeptiere doch auch wenn jemand nicht "basteln" mag. Jeder nach seiner Fasson pflegte schon mein Opa zu sagen. Auch ich, Bj. 61, hatte schon Werkunterricht - ohne mir das erkämpfen zu müssen. Schon in der Grundschule saßen wir mit den Jungs im Handarbeitsunterricht. Mir wird jetzt gerade bewußt, dass ich wohl an einer sehr modernen Grundschule lernen durfte ;)

    LG von Kirsten

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freue mich auf euren "Senf dazu"

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